Optische Täuschung

Multi-Asset-Investmentstrategie vom 17.05.2021

Abgebildet ist hellgrau (linke Skala) die Entwicklung des amerikanischen Verbraucherpreisindex (Datenquelle: U.S. Bureau of Labor Statistics), wobei wir gestrichelt eingefügt haben interpolierte Werte zwischen Februar und August 2020, wo sich ja ein „Rutsch“ in der Datenreihe zeigt, deren Herkunft uns allen bewusst ist. Dunkelgrau (rechts Skala) angetragen ist die Jahressteigerungsrate der Datenserie.

Der Anstieg der U.S.-Verbraucherpreise um 4,2 %, der vergangenen Mittwoch veröffentlicht wurde, sorgte bekanntlich für Volatilität an den Finanzmärkten. Wir alle wussten, dass wir deutlich höhere Inflationszahlen sehen werden – jetzt sind sie aber eben tatsächlich da! Auffällig in der US-Zeitreihe ist natürlich der „Rutsch“ zwischen Februar und August 2020. Würde man hier interpolieren, wie wir es für die Grafik oben getan haben und dann mit Hilfe dieser (geglätteten) Zeitreihe eine Jahressteigerungsrate errechnen, käme man auf eine Inflationsrate, die mit 3,1 % über 100 bp unter dem ausgewiesenen Wert liegt … aber natürlich immer noch deutlich über dem ist, was wir aus der jüngeren Vergangenheit so kennen.

Insbesondere mit der Frage, was das für den EUR/USD-Wechselkurs bedeutet, setzen wir uns in dieser Woche auseinander.