das große Bild

Multi-Asset-Investmentstrategie vom 29.08.2022

Konstruiert haben wir einen Langfristchart von EUR/USD, dessen Historie wir mit dem USD/ITL-Wechselkurs bis zur Euro-Einführung verlängert haben (Quelle der Rohdaten: Deutsche Bundesbank; eigene Berechnungen und Grafik). Abgebildet sind Jahresbalken; letzter Eintrag: 1,0007 vom 26.8.2022.

Blicken wir auf den abgebildeten Chart von EUR/USD stellt sich die Frage, ob sich der Euro einfach nur am unteren Ende einer langfristigen Seitwärts-Tradingrange befindet oder ob genau diese nur eine Konsolidierung in einem (in dieser Perspektive) noch längerfristigeren Abwärtstrend ist …
… den wir allerdings nicht vorliegen hätten, würden wir eine andere Perspektive einnehmen und hätten die Historie mit der früheren USD/DEM-Relation verlängert?

Dabei schlägt die Entwicklung des Euro selber wieder – nicht nur aufgrund des Momentums – auf dessen Attraktivität durch, wird diese doch (ceteris paribus) auch von Veränderungen von Inflationsdifferenzen getragen, so diese nicht die Notenbankaktivitäten verstärken. Das berücksichtigt kommt es schlussendlich wohl auf die Konsequenz der Hüterin der Währung an. Oder besser: Es kommt auf den Vergleich deren Konsequenz in Bezug auf die Inflationsbekämpfung mit der am Markt erwarteten Konsequenz an. Und so blicken wir beispielsweise am 8. September wieder nach Frankfurt, um zu sehen, in welcher Relation tatsächliche Handlungen zu den Aussagen stehen, die wir am Wochenende gehört haben.