Dividenden sind (nicht) alles …

Multi Asset Investmentstrategie vom 16.5.2022

Die Grafiken stellen die Rendite 10jähriger Bundesanleihen (zuletzt 0,87 % vom 13.5.2022) den Dividendenrenditen (Div.R) wichtiger deutscher Aktien (oben: gleichgewichteter Basket aus Linde [zuletzt 298], SAP [zuletzt 95] und Siemens [zuletzt 116]; unten nur Siemens; alles per 13.05.2022) gegenüber.
Natürlich sind Dividenden bei Aktien nicht alles – regelmäßig aber ein zumindest gut nachvollziehbarer Indikator für die Bewertungsniveaus nicht mehr ganz junger Unternehmen.
So gesehen zeigen die Grafiken recht gut, dass die jüngste Korrektur am Aktienmarkt eine Anpassung an das veränderte Zinsniveau war – wobei wir mit konstanten, aktuellen Dividenden gerechnet haben.

Die Macht der Zinsen!?

Multi Asset Investmentstrategie vom 02.05.2022

Sie kennen die Grafik, die wir nach der Vorlage der Quartalszahlen von Apple um die Zahlen des zweiten Quartals des Geschäftsjahres der Gesellschaft (26.03.2022) und um die Kurse vom Ultimo März 2022 (Rendite 10jährige Treasury 2,33 %; Apple-Aktie USD 175) aktualisiert haben.
Abgebildet ist die Rendite 10jähriger US-Treasuries (10 Y), die Gewinnrendite von Apple (Gewinn pro Aktie / Aktienkurs; AAPL) und die Differenz zwischen diesen beiden Größen (Spread).

Wie immer: Apple-Zahlen beeindrucken.
Allerdings konnte die Gewinnrendite nicht mit dem mithalten, was sich bei den Renditen 10jähriger US-Staatsanleihen tat, zumal der Zinsanstieg der letzten Wochen hier noch gar nicht enthalten ist. Und da war ja auch noch ein verhaltener Ausblick, sodass die Gewinnrendite zumindest kurzfristig nicht aufgrund der Entwicklung ihres Zählers nach oben getrieben werden sollte. Deren Mehr gegenüber der abgebildeten Staatsanleihenrendite ist also auf den tiefsten Wert in dieser Abbildung zurückgefallen.

Jetzt könnte man nur noch argumentieren, dass die Gewinne eines Tech-Giganten einen gewissen Inflationsschutz versprechen, zumal wir es mit einem Asset zu tun haben, dessen Verfügbarkeit sich sukzessive reduziert (Aktienanzahl etwa – 3 % J./J.).

Sprung der Inflationserwartungen

Multi-Asset-Investmentstrategie vom 25.04.2022

Die Grafik oben zeigt die Entwicklung der Renditen 10jähriger Bundesanleihen (zuletzt -0,9 % vom 22.04.) und die 10jähriger inflationsindexierter Bundesanleihen (interpoliert aus bestehenden inflationsindexierten Bundesanleihen unterschiedlicher Laufzeiten; zuletzt -1,88 % vom 22.04.).

Die Lücke ist das, was gerne als Inflationserwartung des Marktes bezeichnet wird und in der Grafik unten angetragen ist (Infl.Exp.). Ergänzt ist diese Grafik um ein „Momentum“, letztendlich eine 10-Tages-Veränderungsrate, die die Marktdynamik darstellen soll. Das zeigt, dass nach dem sprunghaften Anstieg der Inflationserwartungen seit Anfang März jetzt etwas Beruhigung einkehrt.

Datenquelle: Deutsche Bundesbank; eigene Berechnungen (Interpolation, Momentum) und eigene Grafiken.

erwartetes Dilemma

Multi-Asset-Investmentstrategie vom 7.3.2022

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Renditen 10jähriger Bundesanleihen (zuletzt -0,05 % vom 4.3.) und die 10jähriger inflationsindexierter Bundesanleihen (interpoliert aus bestehenden inflationsindexierten Bundesanleihen unterschiedlicher Laufzeiten; zuletzt -2,31 % vom 4.3.) – die Lücke ist das, was gerne als Inflationserwartung des Marktes bezeichnet wird.
Datenquelle: Deutsche Bundesbank; eigene Berechnungen (Interpolation) und eigene Grafiken.

Bestätigung!

Multi-Asset-Investmentstrategie vom 7.2.2022

Die Grafik „Lohnentwicklung“ zeigt die Entwicklung der Stundenlöhne in den USA (average hourly earnings of all employees, total private; zuletzt Januar 2022; Datenquelle: bls.gov) und ist neben der tatsächlichen Entwicklung (schwarz) um eine Trendentwicklung (grau) ergänzt, in der der durchschnittliche Anstieg der letzten 5 Jahre vor der Auswirkung der Pandemie auf die Datenreihe (ca. 2,9 % p.a. bis Februar 2020) fortgeschrieben ist.
Mögliche pandemiebedingte Verzerrungen außen vor gelassen: Es sieht nach einer Niveauverschiebung und einer Trendversteilung in Bezug auf die Lohnentwicklung mit entsprechenden Auswirkungen auf die Inflation aus!
Die Jahresveränderungsrate der Stundenlöhne, die der Verbraucherpreisentwicklung zuletzt deutlich hinterherlief, ist goldgelb (rechte Skala) ergänzt. Aktuell liegt die Zahl bei 5,7 %!
Die Grafik „Beschäftigung“ (all employees; in 1.000; zuletzt Januar 2022; Datenquelle: bls.gov) schreibt dann die Beschäftigungsentwicklung mit dem durchschnittlichen Stellenzuwachs seit Januar 2021 fort, wonach wir dann im Juli 2022 das Level des letzten Top vom Februar 2020 erreicht hätten. Dabei scheint sich besagter Durchschnittswert im Bereich von 550.000 einzupendeln.
Dabei hat sich dieser Jahresdurchschnitt seit seinem Spitzenwert im Juli / August sukzessive auf aktuell unter 550.000 zurückgebildet.
Nebenbei: Mit ihrem Rutsch auf 3,9 % im Dezember und den 4,0 % vom Januar ist die Arbeitslosenquote ihrem vor Pandemiebeginn gesehenen Tiefs von 3,5 % schon sehr nahe gerückt.

gigantisch

Multi-Asset-Investmentstrategie vom 2.2.2022

Sie kennen die Grafik, die wir nach der Vorlage der Quartalszahlen von Apple um die Zahlen des ersten Quartals des Geschäftsjahres der Gesellschaft (25.12.21) und um die Kurse vom Jahresultimo 2021 (Rendite 10jährige Treasury 1,51 %; Apple-Aktie USD 178) aktualisiert haben. Abgebildet ist die Rendite 10jähriger US-Treasuries (10 Y), die Gewinnrendite von Apple (Gewinn pro Aktie / Aktienkurs; AAPL) und die Differenz zwischen diesen beiden Größen (Spread).

Die Zahlen haben einmal mehr beeindruckt! Weiter haben wir es mit einem Asset zu tun, dessen Verfügbarkeit sich sukzessive reduziert (Aktienanzahl etwa – 3 % J./J.). Wir müssen aber auf der anderen Seite auch festhalten, dass das Mehr der Gewinnrendite (Gewinn pro Aktie / Aktienkurs) über der kreditrisikofreien Rendite auf vergleichsweise niedrigem Niveau verharrt.

rascher Fortschritt

Multi-Asset-Investmentstrategie vom 7.1.2022

Die Grafik „Lohnentwicklung“ zeigt die Entwicklung der Stundenlöhne in den USA (average hourly earnings of all employees, total private; zuletzt Dezember 2021; Datenquelle: bls.gov) und ist neben der tatsächlichen Entwicklung (schwarz) um eine Trendentwicklung (grau) ergänzt, in der der durchschnittliche Anstieg der letzten 5 Jahre vor der Auswirkung der Pandemie auf die Datenreihe (ca. 2,8 % p.a. bis Februar 2020) fortgeschrieben ist.
Eine Bewertung / Interpretation muss pandemiebedingt weiter unter Vorbehalt geschehen. Das vorausgeschickt bleibt unsere Aussage aber die selbe, wie in den letzten Monaten auch: Es sieht nach einer Niveauverschiebung und einer gewissen Trendversteilung in Bezug auf die Lohnentwicklung mit entsprechenden Auswirkungen auf die Inflation aus!
Die Jahresveränderungsrate der Stundenlöhne, die der Verbraucherpreisentwicklung zuletzt deutlich hinterherlief, ist goldgelb (rechte Skala) ergänzt.
Die Grafik „Beschäftigung“ (all employees; in 1.000; zuletzt Dezember 2021; Datenquelle: bls.gov) schreibt dann die Beschäftigungsentwicklung mit dem durchschnittlichen Stellenzuwachs des bisherigen Jahresverlaufs fort, wonach wir dann im Juli 2022 das Level des letzten Top vom Februar 2020 erreicht hätten.
Dabei hat sich dieser Jahresdurchschnitt seit seinem Spitzenwert im Juli / August sukzessive auf aktuell unter 550.000 zurückgebildet.
Nebenbei: Mit ihrem Rutsch auf 3,9 % im Dezember ist die Arbeitslosenquote ihrem vor Pandemiebeginn gesehenen Tiefs von 3,5 % schon sehr nahe gerückt.

Wie heißt es so schön im Protokoll vom Federal Open Market Committee der Fed vom 14./15. Dezember, das letzte Woche veröffentlicht wurde: „… viele Teilnehmer sahen, dass die US-Wirtschaft raschen Fortschritt in Bezug auf das Vollbeschäftigungsziel des Committees macht.“ (S. 10; unsere Übersetzung)

Anpassungsbedarf?

Multi Asset-Investmentstrategie vom 27.12.2021

Datenquelle: Eurostat; zuletzt 2,6 % bzw. -0,24 % vom November 2021

Wird man letztendlich sagen können, dass die Inflationsentwicklung in der Tat nur einer Kumulierung von Sondereffekten geschuldet ist oder sollte das geschehen, zu dem es in den letzten Jahren, um nicht zu sagen Jahrzehnten, nicht mehr wirklich kam – zu nachhaltigen Zinssteigerungen …

… vorausgesetzt, man sieht die Notwendigkeit, dass sich diese Schere, die sich ja in signifikant negativen Realzinsen ausdrückt, überhaupt geschlossen werden muss.

nicht der Rede wert

Multi Asset-Investmentstrategie vom 17.12.2021

Abgebildet ist die Federal Funds Rate (jeweils Jahresschlusskurse sowie der Wert vom November 2021), ergänzt um die Projektionen dieses Satzes der Federal Reserve Board Members and Federal Reserve Bank Presidents vom September und Dezember. Abgebildet ergänzend dazu die Rendite 10jähriger US-Treasuries (Rendite 10 J.).
(Datenquellen: federalreserve.gov, fred.stlouisfed.org; unsere Abbildung)

Betrachtet man sich die veränderten Zinserwartungen in den Vereinigten Staaten in einem größeren Bild, erscheinen diese moderat: Diese sollen schneller erfolgen, sind jetzt greifbarer geworden, sollen langfristig aber nicht zu einem höheren Zinsniveau führen.

Alle Monat wieder …

Multi Asset-Investmentstrategie vom 3.12.2021

… der amerikanische Arbeitsmarktbericht (Quelle der Daten: U.S. Bureau of Labor Statistics – bls.gov; unsere Darstellung und unsere Berechnungen)

Die Grafik „Lohnentwicklung“ zeigt die Entwicklung der Stundenlöhne in den USA (average hourly earnings of all employees, total private; zuletzt November 2021; Datenquelle: bls.gov) und ist neben der tatsächlichen Entwicklung (schwarz) um eine Trendentwicklung ergänzt, in der der durchschnittliche Anstieg der letzten 5 Jahre vor der Auswirkung der Pandemie auf die Datenreihe (ca. 2,8 % p.a. bis Februar 2020) fortgeschrieben ist.
Eine Bewertung / Interpretation muss pandemiebedingt weiter unter Vorbehalt geschehen. Das vorausgeschickt bleibt unsere Aussage aber die selbe, wie in den letzten Monaten auch: Es sieht nach einer Niveauverschiebung und einer gewissen Trendversteilung in Bezug auf die Lohnentwicklung mit entsprechenden Auswirkungen auf die Inflation aus! Oktober und November zeigen dabei aber mit Bezug auf die Monatsveränderungsraten eine gewisse Beruhigung.

Die Grafik „Beschäftigung“ (all employees; in 1.000; zuletzt November 2021; Datenquelle: bls.gov) schreibt dann die Beschäftigungsentwicklung mit dem durchschnittlichen Stellenzuwachs des bisherigen Jahresverlaufs fort, wonach wir dann im Juni 2022 das Level des letzten Top vom Februar 2020 erreicht hätten.
Dabei hat sich dieser zur Fortschreibung genutzte Jahresdurchschnitt seit seinem Spitzenwert im Juli / August sukzessive auf aktuell 555.000 zurückgebildet.

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